Sonntag, 10. Mai 2015

Epic-Stipendium

Wir warten ja immer noch auf die Bekanntgabe, wer nun das € 200,-"Spielstipendium" von der Orga des Epic Empires bekommt, hoffentlich ist es die Woche soweit. Damit man sich noch etwas besser als hier schon beschrieben vorstellen kann, was wir so vorhaben, wollte ich den Antrag posten.


Hier ist also der LINK zu unserem Stipendiums-Antrag für die Arena :-)

Donnerstag, 30. April 2015

Die Arena im Lager der Antike

Ich spiele seit 2012 im Lager der Antike am Epic Empires den Charakter Aetius Sebastianus, der es vom einfach Legionär zum Lanister und Aedilen von Neapolis geschafft hat. Hinter ihm stehen Klinenten, Sklaven und Gladiatoren, die das superlustige Unterhaltungskonzept der Antike schmeißen, und mit diesen Leuten zusammen zu spielen macht echt laune!

Um unseren Spielplatz, das Theater, besser bespielbar zu machen, wollten wir Tribünen dazu bauen. Das ganze besteht bis jetzt ja im Prinzip aus vier gekrümmt aufgestellten Mauerelementen und einem Tor, davor sitzen die Leute und sehen zu.
Der Gedanke war nun, den Kampfplatz und die Bühne besser ins Zentrum zu rücken, wie in einem echten Amphitheater halt. Konzepiert wurden daher zwei Tribünen, die hinter den Äußersten Wandelementen der Arena angebracht sind. Diese sind gebaut wie Wehrgänge an einer Mauer, man kann sie hinauf steigen und sieht dann über die Wand in die Arena hinein. Die Gladiatoren/innen und Schauspieler*Innen können so von rundherum bestaunt werden, wie in einem Amphitheater das eben so sein soll :)
Letztes Jahr sah das noch so aus: Mauer, Tor, und rund um das Gittertor war der Sklavenzwinger (den wir heuer nicht haben, weil...)


 Heuer soll das etwas anders aussehen und durch die Tribünen besser eingerahmt werden.


 Ein niedriger Steg soll den Leuten den Blick über die Wand in die Arena ermöglichen.

Dann sieht man von fast ganz rundherum in die Arena hinein.



Na hoffen wir mal, das wir die Mittel zusammen bekommen, das zu bauen. Drückt uns die Daumen!

Dienstag, 21. April 2015

Wikinger-LARP

Das Wikinger-LARP Fenriswacht des Röde Thjur ist vorbei, und ich bin begeistert.
Und weil auch ein paar Fotos von mir gibt, kann ich mein Thraell-Klamotte als ganzes herzeigen.


Vargur, der tapfere Recke, mit seiner Kriegsbeute, dem byzantinischen Thraell Zenon.
Lustigerweise gehören beide Kostüme mir, was erklärt, warum Vargur die Mütze zu klein ist. Zenon trägt die Hose, Tunika und Gugel wie beschrieben, und auch von Vargur hat der Klapprock einen Blogeintrag.

Als Thraell hat man im hohen und unwirtlichen Norden ein hartes Leben. Es war überhaupt ein sehr emotionales Spiel für mich, eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Die Beinwickel halten nicht, die Tunika ist dreckig, und die Freien haben so schöne bunte Sachen an! Als Sklave sieht man schon erbärmlich aus :)

Und auch zum Ausruhen keine Zeit, denn der Herr will unterhalten werden, während er ruht.


 Dafür darf Zenon den Saustecher halten, mit dem Vargur das Wildschwein abgestochen hat.

Dienstag, 24. März 2015

Skjoldehamn-Gugel

Ein echter Wikinger braucht auch eine echte Wikinger-Kopfbedeckung. Oder zumindest so etwas in diese Richtung um den Hals. Und da gibt es den feschen und sehr praktikablen Fund der Skjoldehamn-Gugel, die musste ich mir einfach machen.

Das Schnittmuster ist supereinfach:
Hier sehen wir den doppelt genommenen Stoff. Das kleine Quadrat passt ins große Rechteckt zwei mal hinein und hat eine Seitenlänge von ca. 30 cm.

 Hier aufgeklappt. dass die Rechtecke oben verbunden sind ist nicht nötig, das hab ich später durchgeschnitten. Der Originalfund hatte diese Verbindung scheinbar schon, es sieht aber nicht gut aus, find ich.

Hier sieht man, wie die Quadrate an einer der Rechtecke angenäht gehören, beim zweiten selbstverständlich genau gleich.

Die fertig zusammengenähte Gugel. Die Quadrate sind diagonal gefalten. Das geflochtene Band sitzt hier, um die Kapuze hinter dem Kopf fixieren zu können. Damit dreht sie sich mit, wenn man den Kopf dreht, und muss nicht wie Batman den Oberkörper mitdrehen, wenn man etwas sehen will. 

Ich weiß auch nicht warum, aber ich hatte keine Lust die Maschine anzuwerfen und hab sie mit der Hand genäht. Reine Faulheit.


 Den Saum hab ich dann noch mit dem gelben Faden abgenäht, damit das ganze auch sauber aussieht.

Montag, 16. März 2015

Thrall-Tunika

Wow, Post #100!

Für meinen Thrall, den ich am Wikingerspiel Fenriswacht spielen möchte, musste eine neue, abgewetzte Tunika her. Sie sollte getragen, dreckig und geflickt aussehen.

Die Möglichkeiten, in Wien an leistbaren Stoff zu kommen, sind begrenzt und die Auswahl ist elend, da vermisst man den Happy Home in Graz und Klagenfurt schon sehr. Nichts desto trotz hab ich versucht, aus einem relativ neutralen Leinenstoff eine grindig aussehende Tunika hinzubekommen.

Hier der Fortschritt:
Aufgelegt das Schnittmuster, die einzelnen Stoffteile. Die beiden Ärmel sind an der oberen Seite gefaltet und auch das große Rechteck in der Mitte ist doppelt. Die Keile links und rechts sowie die Quadrate in den Achseln liegen nur einmal auf.
Tendentiell habe ich die Tunike zu breit gemacht, die passt mir auch noch, wenn ich 100 kg habe :)

Die quadratischen Stoffstücke werden diagonal gefalten und unten an den Ärmel angenäht, damit man beim heben der Arme mehr Spielraum hat.

 Hier sieht man, wie das Quadrat in die unterseite des Ärmels eingenäht wurde.

Hier ist die Tunika zusammen genäht. Den Halsausschnitt hab ich etwas tiefer eingeschnitten, damit ich mit dem Kopf leicht hindurch komme.

Und auch wenn es eine einfache Sklaventunika sein soll, konnte ich es doch nicht lassen, abgerissene Stoffstreifen als Borte dran zu nähen. Der Teufel steckt eben im Detail.

 Danach wurde die Tunika in ein intensives Schwarztee-Bod gesteckt. Der Schwarztee hat den Stoff schön unregelmäßig gefärbt, zum Vergleich liegt daneben ein Stück des Original-Stoffes, der übrig geblieben ist.

Da mir die Schwarzteekur aber zuwenig war, musste noch nachgeholfen werden, mit schwarzer Acrylfarbe. Dafür hab ich die Tunika nass gemacht und mit stark verdünnter schwarzer Acrylfarbe drauf gemalt. Die Pinselstriche hab ich danach verwischt, was durch den feuchten Untergrund ganz leicht ging. An den Stoffrändern und unter den Achseln hab ich etwas mehr Farbe aufgetragen, die Stellen sollten dreckiger aussehen. Wieder zum Vergleich der Original-Stoff.

Acrylfarbe und Schwarztee habe ich deshalb zum färben verwendet, weil beides ziemlich spülmaschinenfest ist. Ich möchte im idealfall nicht unbedingt ganz so dreckig sein, aber doch so aussehen.
 Immer noch nicht genug ranz, ein bisschen geht noch, und wie immer schluckt das Foto alles.

Also hab ich mir dem Messer den Stoff aufgeschnitten, aus der Tunika Fäden herausgezogen und damit die Löcher wieder zusammengenäht.

Dass der Faden dieselbe Farbe wie der Stoff hat sollte bewirken, dass die Naht nicht so aufgesetzt wirkt. Es sollte so aussehen, als hätte mein Charakter die Tunika wirklich mit dem, was er gerade hatte, wieder zusammen geflickt, weil er nichts anderes zum anziehen hatte.

 Zum Abschluss habe ich ganz wenig Acrylfarbe auf einen Pinsel gegeben und trocken über die Tunika gewischt, dass ein unregelmäßig schmutziges Muster entsteht.

Irgendwie sieht es an mir nie so aus, als wäre sie dreckig ...

Jetzt kommt noch eine Gugel und eine Kappe, dann haben wir den Thrall fertig, hoff ich doch :)

Donnerstag, 19. Februar 2015

Wikingerhose

Für ein kleines Wikingerprojekt hat mich die Motivation gepackt, mir eine neue Hose zu machen. So für einen einfachen Charakter oder Thrall genau richtig sein, also untere soziale Schicht.

Ich hab hier, auf der Homepage der Reenactmentgruppe The Vikings ein sehr brauchbares Schnittmuster gefunden, nach dem ich mich gehalten hab und auf das ich dementsprechend nicht näher eingehen muss.

Es handelt sich um eine wunderbar simple Hose, die eigentlich aus zwei Röhren besteht, in die man hinein schlüpft und sich um die Hüfte festbindet. Und trotzdem ist alles besser verdeckt als bei meinen spätmittelalterlichen Beinlingen. Coole Sache!

Hier als die unspektakulären Fotos:

Hier sieht man die relativ grob zusammengenähten einzelnen Beinröhren mit den Bändern zur Befestigung.
 Hmm, so soll das also aussehen.
Und ich finde es sieht cool aus! Einfach aber wirkungsvoll.
Schau ma mal ob ich die Tunika auch so cool hinbekomme.

Freitag, 13. Februar 2015

Schon wieder eine Mumie

Ich gebs ja zu, ich steh auf dei Dinger. Seit ich damals in Bozen im Ötzi-Museum war (mit einer Mumien-Sonderausstellung, die beste Ausstellung die ich je gesehen hab), aber in Wirklichkeit auch davor schon, bin ich einfach hin und weg von den Dingern. Und weil sie nicht nur extrem faszinierend und fantasiebeflügelnd sind, sondern im LARP auch viel hergeben, leicht zu basteln und gut zu recyceln sind, hab ich mit dem Mumienkopf, den ich für Codex III gebastelt hab, für "Am Ende ..." einen neuen Leichnam gebastelt.

Angefangen hab ich damit, den Kopf auf ein billiges Shirt eines Modediscounters zu nähen, und dieses Shirt mit einer alten kaputten Leinenhose zusammenzunähen.
Eingearbeitete und aufgenähte Knochen sollten das ganze echter machen. Mit Stöcken hab ich im Inneren die wichtigsten Knochen simuliert.

Da das ganze recht dünn ausgesehen hat, hab ich es mit zusammen geknüllten Zeitungspapier ausgestopft. Man sieht, dass durch die Knochen-Atrappen im Inneren die Puppe recht menschliche Verrenkungen macht.

Dann musst die Puppe angezogen werden. Altes Zeug wurde zerrissen und mit Wasserfarben eingesaut.

Schließlich kam die Puppe in einen "Strahlenschutzanzug", einer der wenigen, die am Spiel vorhanden waren und Spielerleben retten konnten.

Der Kopf musste natürlich rausschauen. Wenn die Spieler schon eine Leiche fleddern, um an den Strahlenschutzanzug zu kommen, sollte das schon grauslich sein.

Und nun wurde das ganze in einen Leichensack gesteckt.

So hat sich das ganze den Spielern präsentiert. Schon ziemlich grausig, oder?